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Völk-Caravaning

Wohnwagen und Anhänger richtig beladen

Die häufigste Ursache für ein schlingerndes Gespann ist nicht zu viel Gewicht, sondern falsch verteiltes. Wer die Grundregel kennt, fährt spürbar ruhiger.

Die Grundregel

Schweres nach unten und möglichst nah über die Achse. Leichtes und Sperriges nach oben und an die Enden.

Gewicht weit vorne oder weit hinten wirkt wie ein Pendel: Es verstärkt jede Bewegung, statt sie zu dämpfen. Ein Kasten Wasser im Heckstauraum macht mehr aus, als die meisten vermuten.

Stützlast einstellen

Die Stützlast ergibt sich aus der Verteilung. Zielen Sie auf einen Wert nahe am zulässigen Maximum – etwa vier bis sieben Prozent des tatsächlichen Anhängergewichts.

Zu wenig Stützlast lässt das Gespann schlingern. Beeinflussen lässt sie sich durch Umräumen: Gewicht nach vorne erhöht sie, nach hinten senkt sie. Nachwiegen mit der Stützlastwaage bei waagerechter Deichsel auf Kupplungshöhe.

Was wohin gehört

Nach unten, über die Achse: Getränke, Konserven, Werkzeug, Grill, Wassertank wenn befüllt.

In die Mitte, bodennah: Kleidung in weichen Taschen, Bettzeug.

Nach oben und in die Enden: Leichtes wie Handtücher, Kissen, leere Behälter.

Gar nicht: Schweres in die Dachschränke. Was oben liegt, hebelt in der Kurve.

Alles muss festliegen

Was rollen kann, rollt – spätestens bei der ersten Vollbremsung. Schränke und Klappen schließen, lose Gegenstände in Kisten, Kisten gegen Verrutschen sichern.

Im Wohnwagen gilt das auch für Geschirr und Töpfe: mit Geschirrtüchern zwischenlegen, sonst ist nach der Fahrt die Hälfte angeschlagen.

Zuladung im Blick behalten

Ziehen Sie vom zulässigen Gesamtgewicht das Leergewicht ab – das ist Ihre Zuladung. Was viele vergessen: Gasflaschen, Wasser und die Ausstattung zählen mit. 100 Liter Frischwasser sind 100 Kilogramm.

Fahren Sie den Frischwassertank für die Anfahrt möglichst leer und füllen Sie ihn am Ziel. Das spart Zuladung und Sprit.

Die Stützlast zählt zur Zuladung des Zugfahrzeugs, nicht des Anhängers.

Zum Abhaken

  • Schweres unten und über der Achse
  • Nichts Schweres in Dachschränke
  • Stützlast nachgewogen, nahe am Maximum
  • Alles gegen Verrutschen gesichert
  • Klappen und Schränke geschlossen
  • Zuladung gerechnet – Wasser und Gas mitgezählt
  • Frischwassertank für die Anfahrt leer

Dazu wird oft gefragt

Mein Gespann schlingert ab 90 km/h. Was tun?
Sofort: Gas wegnehmen, nicht bremsen, Lenkrad festhalten und geradeaus halten. Danach: Stützlast prüfen und Gewicht nach vorne umräumen. Und dauerhaft langsamer fahren – 80 km/h sind für Gespanne aus gutem Grund üblich.
Darf ich den Wassertank voll fahren?
Technisch ja, solange die Zuladung stimmt. Sinnvoll ist es selten: 100 Liter sind 100 Kilogramm, die Sie über die ganze Strecke mitschleppen.
Wo wiege ich das Gespann?
Auf einer öffentlichen Fahrzeugwaage, oft bei Recyclinghöfen, Landhandel oder Speditionen. Einmal gewogen wissen Sie für alle weiteren Reisen, wo Sie stehen.